27.1.11

Mandaue will Katastrophenzustand ausrufen

Die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen und Erdrutsche in den letzten Wochen ist auf 75 gestiegen. Die letzten Opfer wurden in Cebu und Agusan del Sur verzeichnet. Die NDRRMC (Nationale Unglücksvermeidungs- und Management Organisation) erklärte als Ursachen der 75 Todesfälle Ertrinken, Erdrutsche, Stromschläge und Unterkühlung. Mindestens 21 Personen gelten noch als vermisst und 13 Personen wurden verletzt. Insgesamt 1.365 Familien bzw. 6.135 Menschen werden noch in 48 Evakuierungszentren versorgt. Mindestens 745 Häuser wurden zerstört und 4.550 beschädigt. Die Sachschäden werden auf 2,025 Millarden Philippinische Pesos geschätzt, inklusive 659,533 Millionen Pesos in der Landwirtschaft und 1,345 Milliarden Pesos in Infrasturktur.

Katastrophenzustand in Mandaue City angepeilt

Inzwischen wird in Mandaue City, einer Provinz von Cebu, in Betracht gezogen, aufgrund der Überschwemmungen in dieser Woche in Teilen von Metro Cebu den Katastrophenzustand auszurufen. Am Dienstag waren in Mandaue City vor allem die Bezirke Tipolo, Subang-daku und Guizo villages von halstiefen Überschwemmungen betroffen.

Die versandeten Bäche Mahiga und Tipolo traten über die Ufer und verschlechterten die Situation in den niedergelegenen Gebieten von Subang-daku, Panagdait, Palace of Justice in Mandaue und dem nahegelegenen Parkmall. Der Unterricht in den Grundschulen wurde ausgesetzt. In Cebu City waren die Umgebungen von SM Mall, White Gold Department Store und Radison Hotel im Bezirk Pinagdait überschwemmt. 254 Fahrgäste im Gebiet SM / Macro steckten fest und vom Marine Reserve-Bataillon Cebu Citys aus der Gefahrenzone gebracht.

25.1.11

Vier Tote bei Explosion in Bus in Manila

Bei einer Explosion in einem Linienbus in Manila sind vier Menschen ums Leben gekommen und mindestens 14 verletzt worden. Die philippinische Polizei geht von einer Bombe aus. Der Bus war im Finanzdistrikt von Makati unterwegs, als sich die Explosion ereignete. Ein Sprengsatz sei wahrscheinlich unter einem Sitz versteckt worden, sagt Manilas Polizeichef. Die Hintergründe sind noch unklar.

7.1.11

Deutsch lernen in Cebu

Deutschunterricht
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25.5.10

Lernen Sie Englisch auf einer tropischen Insel in Ihrem Sprachurlaub

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26.10.07

Arroyo begnadigt Ex-Präsident Estrada


Die philippinische Präsidentin Gloria Arroyo hat ihren wegen schwerer Korruption zu lebenslanger Haft verurteilten Amtsvorgänger Joseph Estrada begnadigt. Regierungssprecher Ignacio Bunye sagte in Manila, Estrada habe zugesagt, kein weiteres politisches Amt mehr anzustreben. Im Gegenzug und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er sechs Jahre unter Haussarrest verbracht habe, sei er gemäß einer Regelung für mehr als 70 Jahre alte Straftäter begnadigt worden.

Ein Gericht in Manila hatte den 70-jährigen früheren Filmstar im September für schuldig befunden, während seiner Amtszeit mehr als vier Milliarden Pesos (63 Millionen Euro) in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben.

Der besonders bei der armen Bevölkerung beliebte Estrada war 1998 mit dem besten Ergebnis in der Geschichte des Landes zum Präsidenten gewählt worden. Im Jahr 2001 wurde er wegen Korruptionsvorwürfen durch einen vom Militär unterstützen Volksaufstand aus dem Amt gejagt. Seine damalige Stellvertreterin Arroyo trat daraufhin seine Nachfolge an.

25.10.07

Arroyo leitet Ermittlungen in ihrer eigenen Schmiergeldaffäre ein


Das philippinische Staatsoberhaupt Gloria Macapagal Arroyo hat die Präsidiale Anti-Korruptionsbehörde mit Ermittlungen beauftragt – und zwar in einem Fall, in dem die Präsidentin selbst eine tragende Rolle spielt.

Provinzpolitiker und Abgeordnete haben behauptet, nach einem Treffen mit Arroyo von einem unbekannten Regierungsbeamten Papiersackerln mit Bargeld erhalten zu haben. Die Summen sollen bis zu 500.000 Pesos (8000 Euro) betragen haben. Philippinische Medien spekulierten, dass sich Arroyo mit dem Geld Loyalität erkaufen wollte.

Denn Arroyo ist in einen Skandal verstrickt: Mit einer chinesischen Breitband-Firma wurde ein staatlicher Vertrag geschlossen, obwohl ein günstigeres Angebot aus den Philippinen vorlag. Den Deal hat Arroyos Ehemann eingefädelt, es sollen Schmiergelder geflossen sein. Das Geschäft wurde inzwischen gestoppt, doch strengen verschiedene Abgeordnete wegen der Affäre ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin an.

Verärgert und verletzt

Arroyo bestreitet vehement, dass sie wegen des drohenden Amtsenthebungsverfahren irgendwelche Bestechungsversuche unternommen hätte. Vielmehr zeigte sie sich "verärgert und verletzt" über die Anschuldigungen. Der Sprecher der Präsidentin, Ignacio Bunye, sagte, dass die nun eingeleiteten Ermittlungen untersuchen sollen, von wem das Geld für die mutmaßlichen Bestechungen kam. Gleichzeitig meinte er jedoch, dass es sich dabei um eine "Verschwendung von Zeit und Ressourcen" handeln könnte, da sich der Zuständigkeitsbereich der Präsidialen Anti-Korruptionsbehörde auf den Präsidentenpalast beschränke und etwa keine gewählten Abgeordneten umfasse.

Arroyo ist jedenfalls wegen der Affäre in den vergangen Tagen unter Druck geraten. Der Vorsitzende der philippinischen Bischofskonferenz, Angel Lagdameo, sprach von einem "moralischen Bankrott". Drei andere Bischöfe haben den Rücktritt der Präsidenten verlangt. Und katholische Würdenträger kündigten für Ende der Woche eine Demonstration gegen Arroyo an. Die katholische Kirche besitzt auf den Philippinen einen großen Einfluss. Sie war federführend an den Protesten gegen Arroyos Vorgänger, Joseph Estrada, beteiligt, die zu dessen Sturz führten.

22.10.07

Für fünf Wochen war es still im World Wide Web

Am 26. Dezember 2006 erschütterte ein Seebeben den Meeresboden der Luzonstraße südlich von Taiwan. Doch diesmal war es kein Tsunami, der die größten Schäden in der Region anrichtete, sondern eine unterseeische Schlammlawine, die mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h nach Süden marschierte und ein Seekabel nach dem anderen knackte. Die Fachleute der nationalen Seekabelgesellschaften konnten an ihren Monitoren verfolgen, wie die Verbindungen reihenweise abbrachen. Nach neun Stunden war endlich Ruhe eingekehrt - eine Totenruhe. Für Zehntausende Unternehmen in Taiwan, China, Hongkong, Singapur, Japan und den Philippinen gab es für etwa fünf Wochen kein World Wide Web mehr. Der Bankenverkehr, das Buchen von Flügen, der E-Mail-Austausch waren nur noch eingeschränkt möglich. Der Schaden ging in die Milliarden Dollar.

Alle Seekabel von Südostasien durch den Pazifik nach Nordamerika gehen durch die Luzonstraße. Wo auch immer dort das Epizentrum eines Bebens liegt, es muss mehrere Kabel treffen. Dementsprechend war die Bilanz: Neun Seekabel wurden beschädigt, es gab 21 Brüche. Elf Kabelschiffe waren sieben Wochen im Einsatz, um die Schäden in Tiefen bis zu 4.000 Meter zu reparieren. Seekabel gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts. In der damaligen Zeit zeigten sie sich recht störanfällig. Bereits das erste Seekabel, 1850 von Dover nach Calais verlegt, wurde nach drei Tagen von einem französischen Fischerboot zerstört. Obwohl das Verlegen von Seekabeln jahrzehntelang ein Abenteuer für Pioniere war, vergleichbar dem Bau der ersten Eisenbahnlinie durch Nordamerika, umspannte bereits um das Jahr 1900 ein Netz von Seekabeln die ganze Welt. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts schien diese Technik an ihrem Ende angelangt zu sein. Der Siegeszug der Nachrichtensatelliten begann, die Kabel wurden stillgelegt. Doch mit der Entwicklung der optischen Übertragungstechnik durch Glasfasern setzte ihr großes Comeback ein.

15.000 Kilometer Telefonkabel

Die Technik wurde ständig verbessert, jedes neue Kabel hatte eine höhere Kapazität. Heute sind Seekabel die Hauptträger des internationalen Datenverkehrs, ohne sie wäre das Internet undenkbar. Für die Verlegung, Verwaltung, den Betrieb und die Reparatur aller Telekommunikations-Seekabel im Verantwortungsbereich der Deutschen Telekom AG ist in Deutschland das Competence Center Submarine Cables (CCSC) in Norden, Ostfriesland, zuständig. Als noch nicht alles englisch klingen musste, führte die Gruppe den griffigen Namen „Seekabel-Endstelle“. Die 46 Mitarbeiter sind zuständig für rund 60 Seekabel, von denen elf durch die Keller der zuständigen Stationen ihren Weg nach Nordamerika und Asien beginnen. Letzter Neuzugang war 2001 das „Trans Atlantic Telephonecable No. 14“, - 15.000 Kilometer lang, knapp 1,2 Milliarden Euro teuer, mit 50 Telekommunikationsunternehmen als Investoren. Seekabel sind bis heute anfällig geblieben, trotz Hightech. Obwohl sie im Küstenschelf mit einem Mantel aus Stahldrähten gesichert sind und im Meeresboden eingepflügt werden, können Seekabel durch Anker, Schleppnetze, Seebeben oder Gesteine beschädigt werden. In großen Wassertiefen liegen sie ungeschützt auf dem Meeresboden.

Heinz Stegemann, Experte beim CCSC für Seekabelverlegung und -reparatur, hat in seinem Büro einige Abrissstücke gesammelt: „Das ist mein Horrorkabinett.“ Er kann auf einen Blick erkennen, was die Ursache eines Abrisses war: „Ein harter Bruch deutet auf einen Anker hin, bei langen Schleifspuren, wenn der Stahlmantel aus dickem Draht nach und nach zerquetscht und abgeschert wird, war es ein Schleppnetz.“ Während man im vorigen Jahrhundert Kabel bei einem Schaden einfach stilllegte, repariert man sie heute mit hohem Aufwand. Jürgen Ridder, Leiter des CCSC, rechnet je Seekabel jährlich mit einem „nassen Schaden“, dessen Ursache irgendwo auf See liegt. Die meisten Schadenfälle sind leichterer Art und können von Norden aus behoben werden. „Bei einem modernen Seekabel bekommen die Kunden davon nichts mit, weil sie automatisch umgeroutet werden“, versichert Ridder. „Die Vorbereitung und Überwachung dieser Präventivmaßnahmen läuft ständig“, ergänzt Olaf Zimmermann, Leiter des internationalen Seekabelbetriebs beim CCSC. „Wir warten nicht ab, bis etwas passiert, sondern kontrollieren die Systeme täglich.“

Es herrscht große Nervosität

Ein Schadenfall löst beim CCSC in Norden einen optischen und akustischen Alarm aus, der durch Mark und Bein geht und „große Nervosität auslöst“, berichtet Jürgen Ridder. „Bei einem Alarm geben wir uns maximal zwanzig Minuten für die Bewertung des Problems. Steht dann ein Kabelfehler als Ursache fest, muss innerhalb einer Stunde ein Ersatz geschaltet werden. Erst wenn die Verkehre gerettet sind, sehen wir uns den eigentlichen Fehler an.“ Der erste Schritt ist die sogenannte Kabelfehler-Ortungsmessung. Ein optisches Signal wird an der Abrissstelle reflektiert und läuft zurück. Anhand der gemessenen Zeit lässt sich der Ort recht genau bestimmen. Klingt einfach, ist aber recht kompliziert: „Jedes Seekabel hat einen anderen optischen Koeffizienten“, betont Jürgen Ridder. Die ersten Stunden nach einem ernsten Schadenfall verlaufen in Norden in fieberhafter Hektik, vor allem für Heinz Stegemann, zuständig für Reparaturen auf hoher See. In seinem Büro stapeln sich Karten aller in Frage kommenden Seegebiete. Die wichtigsten Fragen für ihn lauten: Wo genau liegt der Schaden? Um welchen Kabeltyp handelt es sich? Wie ist die Wassertiefe? Wie ist der Meeresboden an der Abrissstelle beschaffen? Welche Geräte und Kabellängen sind für eine Reparatur erforderlich? Und nicht zuletzt: Wie ist die Wetterlage?

Die internationalen Verträge legen exakt fest, dass ein Kabelschiff spätestens 24 Stunden nach dem offiziellen Auftrag auslaufen muss. Um nicht von einem Schaden kalt erwischt zu werden, hat das CCSC ständig die Kabelschiffe „Ile de Bréhat“ und „Léon Thévenin“ gechartert. Sie liegen im französischen Atlantikhafen Brest und können innerhalb weniger Stunden auslaufen. Alle erforderlichen Geräte, von Spezialankern über die verschiedenen Arten von Seekabeln bis zu Tauchrobotern, werden auf dem Schiff oder in Lagerhallen direkt am Kai vorgehalten. Nach einem Alarm lädt die Crew einige Kilometer des betreffenden Seekabels in den Kabeltank des Schiffs und läuft sofort aus. An Bord sind außer der Schiffscrew einige Spezialisten für Kabelreparaturen sowie Heinz Stegemann als Repräsentant der Deutschen Telekom. „Falls das Schiff ohne mich ausläuft, muss ich ein schnelles Boot chartern, um das Kabelschiff im Atlantik einzuholen“, sagt Stegemann.

Fehlersuche auf offenem Meer

Auf hoher See muss zunächst die Abrissstelle gefunden werden. Dazu fährt das Schiff am fraglichen Ort über dem Kabel Schleifen und empfängt über eine im Wasser nachgeschleppte Elektrode spezielle Ortungssignale des Seekabels. Brechen diese ab, ist das Schiff über der Abrissstelle. Die Ortung kann Stunden dauern, oft muss das Schiff zehn, fünfzehn Schleifen fahren. Dann wird ein mit Scheinwerfern und Videokamera ausgerüsteter Tauchroboter hinuntergeschickt. Aufgrund der Aufnahmen lässt sich beurteilen, welcher Typ von Grapnellanker eingesetzt wird. Einer dieser Spezialanker, der auf Rädern montierte „Detrencher“, wird hinter dem Schiff hergezogen, wobei sein Arm durch den Meeresboden pflügt. „Sobald der Anker das Kabel im Griff hat, sendet er ein Signal aus“, sagt Stegemann. Nachdem das Kabel am Meeresboden geschnitten ist, wird zunächst ein Ende hochgeholt und einem Test unterzogen. Man will sicherstellen, ob es bis zur betreffenden Küstenstation funktionstüchtig ist. Dann wird es mit einer Kappe verschlossen, mit einer Boje versehen und wieder auf den Meeresgrund hinabgelassen. Mit Hilfe der Boje kann man es an dieser Stelle - nennen wir sie „A“ - schnell wiederfinden.

Das Schiff sucht jetzt das andere Kabelende, die Stelle „B“. Die Prozedur wiederholt sich entsprechend. Sobald das zweite Kabelende an Bord genommen und den Funktionstest zur anderen Küstenstation bestanden hat, beginnt die eigentliche Reparatur. Sie ähnelt einer medizinischen Operation. „Der Jointer setzt nun das Kabel mit allen seinen Schichten etwa eineinhalb Meter ab. Wenn alle Schichten gelöst sind, sieht das aus wie ein Krater“, erklärt Stegemann. Die vier bis acht Glasfasern im Kern, dünner als ein Haar, liegen nun frei. Das an Bord geladene Ersatzkabel wird ebenfalls von einem Jointer offengelegt. Nun werden die Glasfasern millimetergenau aneinandergeschoben und mit einem Lichtbogen verschweißt. „Das muss extrem sauber, genau und sorgfältig ausgeführt werden“, betont Stegemann. Um die Spleißstelle wird eine Hülse mit einem Drahtgeflecht gelegt. Hat das Kabel normalerweise einen Biegeradius von 2,50 Meter, so kann ein gespleißtes Kabelstück kaum mehr gebogen werden. „Das Glas an dieser Stelle ist sehr spröde“, erklärt Stegemann.

Harte Arbeit bei Sturm und Dunkelheit

Nun beginnt eine komplizierte Prüfung. „Dazu muss der Jointing room im Schiff verlassen werden, die Tür wird aus Sicherheitsgründen verriegelt. Erst wenn wir die Küstenstationen per Fax benachrichtigt haben, darf das Seekabel getestet werden - zunächst optisch, anschließend mit 1000 Volt Spannung.“ Wenn beide Tests erfolgreich abgeschlossen sind, wird die sogenannte Jointing box verschlossen, mit Kunststoff vergossen und geröntgt, um mögliche Luftblasen und eingeschlossene Partikel erkennen zu können. Danach wird die Armierung wiederhergestellt. Eine Verbindung herzustellen dauert in der Regel bis zu 24 Stunden. Danach wird an der Stelle A das an der Boje hängende Seekabelende hochgeholt. Alle Arbeitsschritte wiederholen sich entsprechend, mit dem Unterschied, dass nach dem zweiten Joint das Seekabel wieder aus einem Stück besteht, das über das Schiff läuft. Es wird nun - noch an Bord - von den Küstenstationen aufwendig getestet. Erst wenn beide Stationen den Erfolg melden, kann es abgesenkt werden. Das Kabel, nun etwa um das Eineinhalbfache der Wassertiefe länger, wird am Meeresboden sorgfältig in einem Bogen ausgelegt. Erst nach einem letzten Testlauf werden die Taue gekappt. Das wäre eine Bilderbuchreparatur.

In Wirklichkeit herrscht Dunkelheit, die Fachleute arbeiten im Scheinwerferlicht, es regnet, manches Mal wütet Sturm. „Wenn ein Spleiß fast gesetzt ist und Sturm zieht auf, ist die Stimmung an Bord sehr gereizt“, sagt Ridder. „Dann muss unter Umständen alles aufgegeben werden, weil man den Sturm abwarten muss.“ Ohnehin ist der Stress an Bord hoch, denn der Repräsentant der Betreibergesellschaft überwacht und protokolliert jeden Arbeitsschritt. Eine Reparatur kann sich daher Wochen hinziehen. Sofern genügend Ausweichstrecken zur Verfügung stehen, ist ein Kabelfehler keine Katastrophe. Die Datenverkehre werden allenfalls behindert, aber nicht nachhaltig gestört. Anders ist die Lage, wenn Länder nur ein oder zwei nationale Seekabel zu den internationalen Datenrouten unterhalten. So war Pakistans einziges Seekabel im Sommer 2005 eine Woche lang tot. Vietnam wurde in den vergangenen Jahren mehrmals durch Fischer schwer geschädigt, die Dutzende Kilometer des vietnamesischen Seekabels an Bord hievten, um es als Schrott zu verkaufen - mit Stahl lässt sich mehr Geld verdienen als mit Fischen. Das Verhältnis von Fischern zu Seekabeln bleibt also gespannt, wie seit dem ersten Tag.

20.10.07

Mindestens acht Tote bei Explosion in Einkaufszentrum in Manila


Bei einem möglichen Bombenanschlag in einem Einkaufszentrum in der philippinischen Hauptstadt Manila sind am Freitag mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. 89 weitere wurden nach Angaben des Roten Kreuzes bei der Explosion verletzt. Zunächst waren die Behörden davon ausgegangen, dass ein Flüssiggastank in einem der Restaurants explodiert war. Später verdichteten sich jedoch die Hinweise auf einen Bombenanschlag.

Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo sprach bei einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrates von Hinweisen, dass die Explosion von einem Sprengsatz ausgelöst wurde. Es herrsche höchste Alarmstufe; 2000 zusätzliche Sicherheitskräfte schützten die Gegend.

Auch die Polizei hielt wegen der Schwere der Explosion einen Bombenanschlag für wahrscheinlich. „Nach der Zerstörung die ich dort gesehen habe kann es nicht von einem Gastank ausgelöst worden sein“, sagte ein Sprecher. Hintergründe seien bisher nicht bekannt. Im Süden der Philippinen sind kommunistische Guerilleros und islamische Separatisten aktiv, die in der Vergangenheit schon zahlreiche Anschläge auch in Manila verübt haben.

In dem Einkaufszentrum in der Nähe des Finanzviertels Manilas zeigte sich ein Bild der Verwüstung. Im Boden des Gebäudes klaffte ein acht Meter breiter Krater, berichtete der Lokalpolitiker JonJon Binay. Das Sonnendach war durch die Explosion gesprengt worden, Schutt lag in der ganzen Umgebung verstreut.

2.10.07

Neun Tote durch Tropensturm «Lekima»

Durch den Tropensturm «Lekima» sind auf den Philippinen mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Ein Mensch werde noch vermisst, teilten die Rettungskräfte am Sonntag mit.

Der nationale Wetterdienst stufte den Wirbelsturm inzwischen zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herab. Es zog über das Südchinesische Meer weiter.

«Lekima» war am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von 65 Kilometern pro Stunde über die philippinische Hauptinsel Luzon hinweggefegt und hatte Überschwemmungen, Erdrutsche und hohe Wellen ausgelöst.

In einem Bergdorf in der Nähe von Hingyon auf Luzon riss ein Erdrutsch am Samstagabend zwei Häuser mit sich. Dabei wurden nach Angaben des Zivilschutzes acht Menschen getötet.

Ein weiteres Mitglied der betroffenen Familie werde noch vermisst, ein neunjähriger Junge konnte verletzt gerettet werden. Im Norden von Manila barg eine Rettungseinheit des Militärs die Leiche des neunten Todesopfers.

Riesige Wellen trafen während des Sturms auf die Küste von Sarangani im Süden der Insel Mindanao. Im Dorf San Nicolas wurden 29 Häuser beschädigt. Nach Angaben der Regierungsbehörde mussten insgesamt 3400 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

12.9.07

Philippinischer Ex-Präsident zu lebenslanger Haft verurteilt

Der ehemalige philippinische Präsident Joseph Estrada ist am Mittwoch in Manila zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn wegen Korruption und Plünderung der Staatskassen schuldig. Mit dem Urteil werden auch seine Vermögenswerte, die auf 87 Millionen Dollar angegeben werden, beschlagnahmt.

Estrada, der wegen diesen Anklagepunkten theoretisch gar mit der Todesstrafe hätte bestraft werden können, wurde im Januar 2001 nach nur zweieinhalbjähriger Amtszeit aus dem Präsidentenpalast gejagt. Als Nachfolger wurde damals Gloria Arroyo, seine ehemalige Vizepräsidentin, eingesetzt, die sich dann bei den Wahlen von 2004 für sechs ordentliche Jahre im Amt bestätigen liess.

Es ist das erste Mal, dass ein philippinischer Präsident wegen einer kriminellen Handlung verurteilt wird. Mit dem Schuldspruch findet nun zwar ein fünfjähriger Prozess seinen Abschluss, doch das letzte Kapital in diesem Verfahren dürfte noch nicht geschrieben sein. Estrada ist vor allem in ärmeren Schichten, die ihm ja 1998 zu einem überwältigenden Wahlsieg verholfen hatten, immer noch beliebt. Es denn auch nicht auszuschliessen, dass Arroyo ihren Vorgänger doch noch begnadigen oder sich für Hafterleichterungen einsetzten wird.

Ein weniger eindeutiges Urteil, oder gar ein Freispruch, hätte jenen Kreisen auf den Philippinen Auftrieb verliehen, die der Ansicht sind, dass der ehemalige Schauspieler damals letztlich ohne juristisch stichhaltigen Grund für «amtsunfähig» erklärt worden war. Estrada, der sich denn auch immer noch als rechtmässiger Präsident der Philippinen fühlt, und seit jenen Tagen in seinem luxuriösen Haus in Manila in «Haft» ist, kann seine Strafe bis auf weiteres in seiner Villa absitzen.

In einer ersten Reaktion hat er das Gericht zu einer Wiedererwägung aufgefordert, aber auch seine Bereitschaft bekundet, die Strafe in einem gewöhnlichen Gefängnis abzusitzen. Angebote von Präsidentin Arroyo, das Land zu verlassen, und seinen Lebensabend im Exil zu verbringen hat der 70-Jährige abgelehnt.

31.8.07

KP-Gründer in Utrecht verhaftet

Jose Maria Sison soll Ermordungen angeordnet haben

Der im niederländischen Exil lebende Gründer der Kommunistischen Partei der Philippinen ist am Dienstag in Utrecht verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Jose Maria Sison, die Ermordung von zwei ehemalige Verbündeten auf den Philippinen angeordnet zu haben. Er soll am Freitag einem Richter in Den Haag vorgeführt werden.

Sison gründete auch die Neue Volksarmee (NPA), die einen jahrelangen Guerillakrieg gegen die philippinische Armee geführt hat. Er lebt seit 1987 in Utrecht. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, Sison werde in den Niederlanden vor Gericht gestellt. In dem Verfahren geht es um die Ermordung von Romulo Kintanar und Arturo Tabara im Januar 2003. Zu der Tat bekannte sich damals die NPA.

24.8.07

Vom Luxus der Zahnpasta

Kinder auf den Philippinen leiden so stark unter Karies, dass ihre Entwicklung beeinträchtigt ist. 33 Cent pro Jahr und Kind kostet die Versorgung mit Zahnpasta - doch selbst dafür fließt das Geld nur langsam.

Für Angelino Morales war dieser dritte Dienstag im Juli 2007 der Tag, an dem man zweimal "Schlange machen" musste. Das erste Mal war für den Sechsjährigen wie immer: Aufstellung aller 2570 Schüler der Lapasan Public Elementary School von Cagayan de Oro, Provinzhauptstadt in Nord-Mindanao, zur morgendlichen Flaggenzeremonie auf dem Schulvorplatz - wie immer mit der Nationalhymne. Dann kamen drei weißgewandete Fremde in die Klasse. Man musste wieder Schlange stehen, dieses Mal aber nur eine ganz kurze Schlange. Angelino musste den Mund aufmachen und eine Zahnärztin zählte Zähne und notierte etwas auf einer Karte. Dann bekam er, wie fast alle Kinder, einen Zettel mit dem Rat, er solle zum Zahnarzt gehen. Dann durfte er sich setzen.

"Untersuchung ohne Behandlung ist fast schon unethisch", sagt die deutsche Zahnärztin Bella Monse, die für Schulbehörden auf den Philippinen tätig ist. "Aber was sollen die Schulzahnärzte tun, wenn kein Geld für Zangen, Betäubung und Füllungen da ist?"

Das philippinische Team von der Gesundheitsabteilung erhebt Befunde im Sekundentakt. Anders sind die vielen Kinder nicht zu untersuchen. Es werden Statistiken erstellt, Überweisungsformulare ausgefüllt. Aber wofür? Etwa um Angelino und seine Eltern zu informieren, dass ihr vierter Sohn dringend zahnärztlicher Behandlung bedarf, die aber wegen der Armut daheim nie stattfinden wird? Etwa um im nächsten Jahr festzustellen, dass Angelino nicht nur sieben, sondern jetzt neun zerstörte Milchzähne hat? Wozu Daten, die allenfalls ein Bild nachzeichnen, das bereits deutlich ist?

Im Jahr 2006 brachte Bella Monse die philippinische Schulbehörde mit dem WHO Collaborative Center der Universität Jena zusammen. Frucht der Kooperation: Es entstand eine wissenschaftlich abgesicherte Mundgesundheitsstudie, die repräsentativ für die Philippinen ist. 4000 Sechs- und Zwölfjährige wurden im Inselreich untersucht. Die Daten sollen die Grundlage für Strategien sein, die sich auch ein armes Land leisten kann.

Die Ergebnisse schockierten selbst Insider: 97 Prozent aller Erstklässler haben Karies; durchschnittlich sind neun Zähne bei jedem Kind zerstört - bei durchschnittlich drei Zähnen liegen die Nerven offen. Jedes zehnte sechsjährige Kind hat einen Abszess im Mund. Die bleibenden Zähne sind auch nicht besser erhalten: 80 Prozent aller Zwölfjährigen leiden an Karies, im Durchschnitt hat jeder Jugendliche dieser Altersgruppe drei völlig zerstörte Zähne im Mund. Füllungen gibt es bei Kindern auf den Philippinen so gut wie gar nicht. Ein Fünftel der Kinder gab an, "problems in the mouth" zu haben. Eine große Zahl und dennoch klein, gemessen an den vielen verwahrlosten Kindermündern. Die Erklärung der Diskrepanz: Wer als Kind ständig Zahnschmerzen hat, hält die Pein für normal.

Sie können helfen: Unterstützen Sie private Hilfsleistungen für Bedürftige auf den Philippinen, indem Sie Internet-Dienstleistungen ausführen lassen.

23.8.07

Dengue-Fieber tobt in Asien

Das tropische Dengue-Fieber hat in Kambodscha in diesem Jahr bereits mehr als 330 Menschenleben gefordert. Vor allem Kinder leiden unter der Epidemie.
Dreimal mehr Tote als 2006 – das ist die traurige Bilanz der aktuellen Dengue-Epidemie in Kambodscha. Seit Anfang des Jahres haben sich mehr als 31 000 Menschen mit der Tropenkrankheit angesteckt, sagte Ngan Chantha, Chef des nationalen Programms zur Bekämpfung der Viruserkrankung in Kambodscha. Bis zum Ende der Regenzeit Anfang Oktober könnte sich die Zahl der Opfer noch vervielfachen, denn bis dahin herrschen für die Moskitos optimale Brutbedingungen.

Rasante Ausbreitung in Südostasien

Das Dengue-Fieber hat auch in Singapur, Thailand, Malaysia, Vietnam und Indonesien epidemische Ausmaße angenommen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat Reisende vor der Gefahr gewarnt und Mückenschutz empfohlen.

Laut WHO haben das frühe Einsetzen des Monsuns und eine anschließende Hitzewelle ideale Brutbedingungen für die Aedes-Mücke geschaffen. Das Insekt überträgt die krankmachenden Viren. Zudem fördert das Wachstum der Slums in den asiatischen Großstädten die Plage. Die Aedes-Mücke legt ihre Eier in Wasserpfützen und verbreitet durch ihren Stich die sogenannten Flaviviren, die Erreger des Dengue-Fiebers.

Das Dengue-Fieber ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts die häufigste von Mücken übertragene Virusinfektion weltweit. Einen Impfstoff gibt es nicht. Die Infektion kann ohne Symptome verlaufen oder sich ähnlich wie ein leichter grippaler Infekt äußern. In etwa zehn Prozent der Fälle tritt jedoch hohes Fieber auf. Starke Kopf- und Gliederschmerzen, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Hautausschlag, Blutungen, Durchfall und Kreislaufversagen können auftreten. Besonders schwer verläuft das Dengue-Fieber in der Regel bei Kindern unter 15 Jahren. Auch eine zweite Infektion mit dem Virus ist lebensgefährlich.

Riskantes Mitbringsel

Dengue-Fieber ist in Deutschland meldepflichtig. Laut RKI stecken sich jährlich durchschnittlich 140 Deutsche damit an. Die meisten deutschen Touristen erkrankten nach einer Reise nach Thailand, Indien, Brasilien, auf die Philippinen, nach Sri Lanka oder Indonesien.

Helfen Sie mit, Dengue-Erkrankte und anderen Hilfebedürftige auf den Philippinen zu unterstützen, indem Sie Web-Dienstleistungen ausführen lassen.

21.8.07

Terminal auf Philippinen: Fraport blitzt bei Weltbank ab

Der Flughafenbetreiber Fraport ist bei der Weltbank mit seiner Schadenersatzklage im Streit um ein gescheitertes Terminal-Projekt auf den Philippinen abgeblitzt. Das Schiedsgericht der Weltbank habe sich für nicht zuständig erklärt, teilte das Unternehmen mit. Fraport prüfe nun die Entscheidung und sein weiteres Vorgehen. An der Börse lag die Fraport-Aktie zu Handelsbeginn knapp fünf Prozent im Minus.

Fraport hatte mit der vor vier Jahren erhobenen Klage Schadenersatzforderungen von rund 450 Mio. Dollar (rund 330 Mio. Euro) geltend gemacht. In der Auseinandersetzung geht es um ein Terminal am internationalen Flughafen von Manila, das Fraport gemeinsam mit einem Konsortium gebaut hatte und betreiben wollte. Nach der Fertigstellung hatte die Regierung der Projektgesellschaft Piatco, an der Fraport 30 Prozent hält, wegen strittiger Verträge keine Betriebserlaubnis erteilt und das Terminal beschlagnahmt.

Die ursprünglich für 2002 geplante Inbetriebnahme musste die Regierung nochmals verschieben, nachdem ein Teil der Decke der Ankunftshalle eingestürzt war. Nun soll das auf 13 Mio. Passagiere pro Jahr ausgelegte Terminal bis zum Jahresende in Betrieb gehen.

Fraport hatte in dem Streit im Herbst vergangenen Jahres 29 Mio. Dollar von der Regierung der Philippinen erhalten, die Klage bei der Weltbank aber aufrechterhalten.

Nach dem Scheitern der Klage bei der Weltbank sind Fraport zufolge noch Verfahren in Manila und Singapur anhängig. Damit wolle die Betreibergesellschaft Piatco eine angemessene Entschädigung erstreiten. In Singapur hatte das Konsortium das Internationale Handelsgericht eingeschaltet und fordert dort 565 Mio. Dollar (420 Mio. Euro).

Negative Auswirkungen auf die Bilanz muss Fraport nicht mehr fürchten. Bereits 2001 und 2002 sei das gesamte Engagement für das Terminalprojekt in Manila abgeschrieben worden, erklärte das Unternehmen.

20.8.07

Blutiger Zusammenstoss

Bei einem blutigen Zusammenstoss mit militanten Islamisten der Terrorgruppe Abu Sayyaf sind am Samstag auf den Philippinen 16 Soldaten gefallen und 40 Rebellen getötet worden.

Erdbeben der Stärke 6,5 vor der Küste der Philippinen

Ein starkes Erdbeben hat am Montagabend die Region der Philippinen erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS die Stärke von 6,5. Das Beben wurde um 15.46 (MESZ) registriert.

Das Epizentrum liege zehn Kilometer unter dem Meeresboden und etwa 225 Kilometer südöstlich von Davao auf der Insel Mindanao gelegen. Über etwaige Schäden oder Tsunami-Warnungen war zunächst auf den Philippinen nichts bekannt.

10.8.07

Schwere Unwetter in Vietnam und auf den Philippinen

Nach dem grossen Monsunregen auf dem indischen Subkontinent werden jetzt auch Vietnam und die Philippinen von Unwettern heimgesucht. Bei dem schwersten Tropensturm des Jahres kamen in Vietnam mindestens 34 Menschen ums Leben.

Überflutet wurden vor allem weite Teile der Provinz Ha Tinh in der Mitte des Landes, wie die Behörden mitteilten. Mehrere Bezirke waren wegen Überschwemmungen von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Strom- und Telefonverbindungen brachen zusammen. «Das sind die schwersten Überschwemmungen, die ich in meinem Leben gesehen habe», sagte Nguyen Ngoc Giai von der Katastrophenschutzbehörde der Provinz.

Auf den Philippinen verursachte der tropische Sturm «Pabuk» mehrere Erdrutsche. Mindestens elf Menschen verloren nach Behördenangaben ihr Leben. Auf der Insel Mindanao wurden in der Stadt Maco sieben Häuser von Erdmassen verschüttet. In der östlich von Manila gelegenen Stadt Antipolo wurden fünf Kinder lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses gerettet.

20.7.07

Entführter italienischer Priester auf Philippinen frei

Ein auf den Philippinen entführter italienischer Priester ist knapp sechs Wochen nach seiner Verschleppung wieder frei. Das teilte der italienische Ministerpräsident Romano Prodi am Donnerstag in Rom mit. Zu den Umständen der Freilassung des 57-jährigen Missionars Giancarlo Bossi machte er keine Angaben. Der aus Mailand stammende katholische Geistliche war am 10. Juni von Bewaffneten in der Provinz Zamboanga Sibugay verschleppt worden.

16.7.07

Vier Tote bei Amoklauf auf den Philippinen

Ein kranker Mann ist auf den Philippinen auf dem Weg zum Krankenhaus ausgerastet und hat vier Menschen erstochen. Er flüchtete anschließend, wie die Polizei am Sonntag berichtete. Der Mann aus Cebu, rund 600 Kilometer südlich von Manila, habe über Unwohlsein geklagt und wollte ins Krankenhaus gehen, berichtete die Polizei.

Ohne Vorwarnung ging er jedoch plötzlich auf seine Frau und seine Schwägerin los und erstach die beiden Frauen. Nachbarn alarmierten den Dorfvorsteher, der versuchte, den Täter zu beruhigen, aber ebenfalls erstochen wurde. Anschließend tötete der Mann die Frau des Dorfvorstehers. Die Polizei löste eine Großfahndung aus.

13.7.07

Wellen behindern Suche nach Opfern

Gefährlich hohe Wellen und schlechtes Wetter haben auf den Philippinen am Freitag die Suche nach Opfern der gekenterten Fähre erschwert. Taucher hätten in dem Wrack, das halb versunken rund 500 Meter vor der Küste liegt, weitere Leichen gefunden, sagte ein Armeesprecher. Wie viele es sind, konnte er nicht sagen. Der Wellengang mache eine Bergung unmöglich. Unterdessen stieg die Zahl der an Land geschwemmten Todesopfer auf 15. Nach dem Schiffsunglück rund 200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila waren den Angaben zufolge 129 Menschen gerettet worden.

Wie viele Passagiere an Bord waren, blieb auch 36 Stunden nach dem Unglück unklar. Nach Angaben des Kapitäns, der überlebte, hielten sich auf der Fähre 256 Männer und Frauen auf. Das war genau die Zahl, für die das Schiff zugelassen war. Die Küstenwache ging von weniger Menschen aus.